Fachbetrieb für naturnahes Grün – empfohlen von Bioland

Der Naturgartenverein und der Bioland-Verband (Naturgarten e.V. und Bioland e.V.) haben im Zuge ihrer Kooperation gemeinsame Richtlinien entwickelt, die für alle „Fachbetriebe für Naturnahes Grün – empfohlen von Bioland“ verbindlich sind. 

Hohe Qualität und langjährige Erfahrung sowie geprüfte Fachkompetenz im Bereich der Verwendung unserer heimischen Wildpflanzen gewährleistet die Zertifizierung meines Planungsbüros.
Achten Sie bitte auf das Bioland-Siegel für Fachbetriebe für Naturnahes Grün.

Ein „Fachbetrieb für Naturnahes Grün – empfohlen von Bioland“ wird einer Prüfung seines Fachwissens, entsprechender Weiterbildung und seine Projekte einer strengen Qualitätsprüfung unterzogen. Dadurch wird Ihnen hohe Kompetenz und viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte an Erfahrung in der Anwendung von Wildgehölzen, Wildrosen, Wildblumen und deren Saatgut garantiert.

Die Richtlinien für uns Fachbetriebe für Naturnahes Grün sind in 2020 aktualisiert worden. Sie bestehen aus drei Teilen und können HIER eingesehen werden.

Qualitätsmanagement in der Naturgartenplanung – wesentliche Kriterien der gemeinsamen Richtlinien:

  • Verwendung mindestens 66% biologisch-einheimischer Wildpflanzen
  • Keine Verwendung von problematischen, invasiven Pflanzenarten (nach Schwarzer Liste des Bundesamt für Naturschutz, BfN)
  • Keine Verwendung von Saatgut oder Pflanzen, die durch Kombinations-, Heterosis-, Hybrid-, Mutationszüchtung oder mit Hilfe der Gentechnik gezüchtet wurden.
  • Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln, Düngern und Bodenverbesserungsmitteln entsprechend den aktuellen Bioland-Positiv-Listen
  • Verwendung von Naturstein aus Mitteleuropa – möglichst nah und regional – keine Steine aus Übersee
  • Verwendung von mitteleuropäischen Holzarten (z.B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie, Edelkastanie) – keine Verwendung von Tropenhölzern
  • Konstruktiver Holzschutz! Verzicht auf Holzschutzmittel mit biozider Wirkung. Kein kesseldruckimprägniertes Holz.
  • Keine Verwendung von PVC-haltigen Neumaterialien (Ausnahme: Sie sind dann erlaubt, wenn alternativ gar keine umweltfreundlichen, zweckmäßigen Baumaterialien auf dem Markt verfügbar sind.)
  • Pflegebegleitung als obligatorische Serviceleistung, zur Betreuung und Begleitung der Entwicklung der naturnahen Gartenanlage
  • Erfüllung der fachlichen Qualifikation (Regelmäßige Fortbildungen)
  • Einhaltung der Naturschutzgesetze

Richtlinien als Mindestanforderungen
Die Anforderungen der Richtlinien hinsichtlich der Verwendung heimischer Wildarten übertreffe ich bei meinen Planungen bei Weitem: Teilweise liege ich bei über 90% und ab und an sogar bei 100% heimischer Wildpflanzen. Obst-, Gemüse- und Kräutergärten bzw. alle Gartenbereiche, die in erster Linie der Alimentation dienen, werden auch nach den Bioland-Richtlinien separat betrachtet und fließen daher in diese Kalkulation nicht ein. Permakultur-Planungen sind daher ebenfalls unproblematisch.
Und: Entgegen aller Gerüchte darf selbstverständlich jeder Naturgartenbesitzer dabei auch seine Lieblingspflanzen im Garten haben, auch wenn sie vielleicht nicht zu den heimischen Arten zählt, jedenfalls solange es sich dabei nicht um einen invasiven Neophyt handelt.
Der Einsatz etwaiger Chemikalien ist in einem Naturgarten durch die sich einstellenden natürlichen Kreisläufe in der Regel sowieso überflüssig.