Zu den Richtlinien für geprüfte und zertifizierte Fachbetriebe für naturnahes Grün – empfohlen von Bioland

Der Naturgartenverein und der Bioland-Verband (Naturgarten e.V. und Bioland e.V.) haben im Zuge ihrer Kooperation gemeinsame Richtlinienentwickelt, die seit August 2009 für alle „Fachbetriebe für Naturnahes Grün – empfohlen von Bioland“ verbindlich sind. Das Zertifizierungsverfahren, das aus regelmäßigen Kontrollen und entsprechenden Prüfungen besteht, sichert die Einhaltung der Richtlinien.
Auch bereits zertifizierte Betriebe werden regelmäßig neu geprüft.

Als eines der wenigen Planungsbüros arbeite ich nach diesen strengen Richtlinien. Die Firma Naturnahe Gärten ist Fachbetrieb für Naturnahes Grün im Bereich Planung!

Nach langjähriger Vorbereitung, persönlicher Eignungsprüfung und Überprüfung mehrerer meiner Projekte darf ich als Planerin die Bezeichnung „Fachbetrieb für naturnahes Grün – empfohlen von Bioland“ tragen.

Qualitätssiegel – Für Ihre Naturgartenplanung kann ich Ihnen ein eigenes Zertifikat anbieten: Durch den Besuch eines Prüfungskomitees kann auch Ihr Projekt als „Naturgarten – empfohlen von Bioland“ zertifiziert werden. Sie besitzen dann einen Naturgarten, der als „Naturgarten – empfohlen von Bioland“, gekennzeichnet werden darf. Somit haben Sie und Ihr Garten Vorbildcharakter für ökologisch wertvolle Konzepte und kann als Multiplikator dienen.

Die Richtlinien für uns Fachbetriebe für Naturnahes Grün sind in 2020 aktualisiert worden. Sie bestehen aus drei Teilen und können HIER unter diesem Verlinkung eingesehen werden.

Qualitätsmanagement in der Naturgartenplanung – wesentliche Kriterien der gemeinsamen Richtlinien:

  • Verwendung mindestens 66% biologisch-einheimischer Wildpflanzen
  • Keine Verwendung von problematischen, invasiven Pflanzenarten (nach Schwarzer Liste des Bundesamt für Naturschutz, BfN)
  • Keine Verwendung von Saatgut oder Pflanzen, die durch Kombinations-, Heterosis-, Hybrid-, Mutationszüchtung oder mit Hilfe der Gentechnik gezüchtet wurden.
  • Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln, Düngern und Bodenverbesserungsmitteln entsprechend den aktuellen Bioland-Positiv-Listen
  • Verwendung von Naturstein aus Mitteleuropa – möglichst nah und regional – keine Steine aus Übersee
  • Verwendung von mitteleuropäischen Holzarten (z.B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie, Edelkastanie) – keine Verwendung von Tropenhölzern
  • Konstruktiver Holzschutz! Verzicht auf Holzschutzmittel mit biozider Wirkung. Kein kesseldruckimprägniertes Holz.
  • Keine Verwendung von PVC-haltigen Neumaterialien (Ausnahme: Sie sind dann erlaubt, wenn alternativ gar keine umweltfreundlichen, zweckmäßigen Baumaterialien auf dem Markt verfügbar sind.)
  • Pflegebegleitung als obligatorische Serviceleistung, zur Betreuung und Begleitung der Entwicklung der naturnahen Gartenanlage
  • Erfüllung der fachlichen Qualifikation (Regelmäßige Fortbildungen)
  • Einhaltung der Naturschutzgesetze

In Teilen sehe ich diese Richtlinien als Mindestanforderungen an.
Dies betrifft in erster Linie den Einsatz etwaiger Chemikalien. Die sich in einem Naturgarten einstellenden natürlichen Kreisläufe machen deren Einsatz in der Regel sowieso überflüssig.
Die Anforderungen der Richtlinien hinsichtlich der Verwendung heimischer Wildarten übertreffe ich bei meinen Planungen bei Weitem. Teilweise liege ich bei über 90% und ab und an sogar bei 100% heimischer Wildblumen. Aber keine Sorge, Obst-, Gemüse- und Kräutergärten sind von der Kalkulation sowieso nicht betroffen, da diese Bereiche der Alimentation auch nach den Bioland-Richtlinien völlig separat betrachtet werden.
Und keine Angst – jeder darf selbstverständlich seine Lieblingspflanze in seinem Naturgarten haben, auch wenn sie vielleicht nicht zu den heimischen Arten zählt, jedenfalls solange es sich dabei nicht um einen invasiven Neophyt handelt.