Naturnahe Privatgärten

Hier finden Sie ab jetzt meine neue Slide-Show mit vielen Fotos aus mehreren privaten Naturgartenanlagen und anschließend auch zwei beispielhafte Projektbeschreibungen von Privatgärten.

Bitte kommen Sie mit auf einen gemeinsamen Spaziergang durch mehrere meiner naturnahen Privatgärten…

 

Und hier ein Lesetipp für Sie:

Broschüre zur Biodiversität in Privatgärten

 

Und noch ein Spezial-Tipp für Balkon-Besitzer: 

Auch Menschen, die nur einen Balkon oder eine Terrasse haben, können erfolgreich naturnah gärtnern.

Wilder Meter – Naturnah gärtnern auf dem Balkon

 

Beispielhafte Projektbeschreibungen

Jahr 2001, 61381 Friedrichsdorf

Planung eines privaten Familiengartens als Naturgarten. Grundstück ca. 800m2, leichte SW-Hanglage, Lehmboden, neutral bis leicht sauer.

  • Erhaltung zweier alter Obstbäume und des alten Hühnerstalls als Abstell- und Werkzeugraum.
  • Bepflanzte Trockenmauern, Material Grauwacke
  • Gemauerter Grillplatz mit „Kräuterspirale“
  • Sandspielplatz aus natürlichen Materialien und besonders tiefgründig (zum richtig tief Buddeln!)
  • Sumpfbeet mit spezieller Vegetation
  • Trocken- bzw. Magerstandorte
  • „Naschgarten“, Beerensträucher
  • Beschattung und Begrünung des Neubaus mit Kletterpflanzen
  • Wassergebundene Wegedecke mit Grauwacke-Splittauflage
  • Natursteinpflaster aus antiken (recycelten) Grauwacke-Pflastersteinen
  • Holzzaun, Lattenzaun aus unbehandeltem, trotzdem wetterfestem Holz
  • Vegetation ausschließlich heimische Wildpflanzen und Wildrosen mit Ausnahme zweier Zierapfelbäume im Vorgartenbereich


Jahr 2009/2010, 88693 Deggenhausertal

Planung und Gestaltung einer naturnahen Gartenanlage. Grundstück ca. 700 m², leichte Hanglage, Lehmboden, Kalk, Musteranlage eines Retentionsgrabens als wechselfeuchter Standort

  • Durch Trockenmauern terrassierte Pflanzflächen, Material Stainzer Gneis, Gesamthöhe etwa 3 Meter (Hangbefestigung, Belichtung der Einliegerwohnung)
  • Teile des Gartens als Seniorengarten, breite flache Wegführung und pflegeleicht durch Anlage von Hochbeeten (seniorengerecht – Unkraut jäten ohne Bücken)
  • Alle Terrassen aus Polygonalplatten, ebenfalls Stainzer Gneis
  • Wassergebundene Wegedecke im Entreebereich des Gartens
  • „Waldweg“ aus rindenfreien Hackschnitzeln durch den hinteren Teil des Naturgartens bis hin zum Pavillon
  • Anlage des vorhandenen Retentionsgrabens im Vorgarten-Bereich mit standortgerechter Vegetation
  • Pavillon mit verschiedenen Kletterrosen und Clematis als halbschattiger Rückzugsort
  • Holzzaun, Staketenzaun aus unbehandeltem, dennoch wetterfestem Holz
  • Wildstauden (Bioland), Wildsträucher, Wildrosen, Historische Rosen und Rosenraritäten, verschiedene Kletterpflanzen, Beerenobst, Wildobst (wurzelecht!), Hochstämme, Wildstaudenansaaten, Kräuterrasen, Hochstaudensaum aus heimischen Wildarten
  • Liste der hier inzwischen angesiedelten Tierarten: Unterschiedlichste harmlose, solitär lebende Wespenarten, jede Menge Wildbienenarten von 4 bis etwa 40 mm Länge (auch Rote-Liste-Arten), viele Tag- und Nachtfalterarten, mindestens zeitweise etwa 30 Vogelarten, davon hier brütend mindestens 5 bis 6 Arten. Außerdem Mäuse und Spitzmaus und Mauswiesel, Erdkröten, Frösche, Eidechsen, Ringelnattern und sogar Gelbbauchunken. Grillen und Libellen, Spinnentiere, viele Käferarten, Weinbergschnecken und Tigerschnegel, Blattläuse (Vogelfutter!), dazu tausende Bodenbewohner…. Alleine vom Faulbaum leben – so schätze ich – etwa 40 bis 50 Tierarten. Auch Marder und Fuchs kommen ab und an vorbei, leben aber natürlich nicht in diesem doch relativ kleinen Garten.